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Montag, 9. November 2009, 10:20

Hardware Review Metz LCD Chassis

Wie einigen aus dem Hifi-Forum vielleicht noch bekannt ist, schau ich mir immer gerne die Hardware bzw. die Schaltpläne der Geräte an.
Da ich vor ein paar Tagen das erste Schaltbild vom 608 Basic Chassis bekomme habe, möchte ich auch hier wieder eine kleine Analyse des Chassis zum besten geben :)
Vorher setz ich aber noch mal die Berichte über die alten Geräte hier rein. Angefangen vom guten alten 605 Chassis. In den nächsten Tagen folgen dann immer die weiteren Chassis in chronologischer Reihenfolge.

Die Berichte beruhen auf den alten Beiträgen aus dem Hifi-Forum, habe sie aber noch mal überarbeitet und aktualisiert.

Disclaimer: Basiert alles auf meinen Überlegungen und muss keinesfalls der Wahrheit entsprechen ;)

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puntomane (21. November 2009, 18:19), (10. November 2009, 16:55), Horst2102 (10. November 2009, 11:50), (9. November 2009, 11:18)

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Montag, 9. November 2009, 10:23

605 Chassis

Vorgeplänkel:
Das 605 Chassis ist das LCD Gegenstück zum 605 Röhren Chassis.
In dieser neuen Chassisgeneration wurde der jahrelang verwendete SDA6000 Hauptprozessor durch einen Prozessor mit integriertem MPEG2 Decoder ersetz; Den MDE9500 vom Micronas.
Dieser Umstand machte es möglich, dass der Aufbau der Geräte wesentlich vereinfacht werden konnte. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die DVB Tuner immer ihren eigenen MPEG Decoder OnBoard, was die ganze Sache aufwendig und teuer machte. Zudem wurde das Bild der DVB Tuner nur als S-Video Signal (analog) weiterverarbeitet. Mit dem MDE Prozessor konnten die Geräte nun auch ab Werk recht preisgünstig mit DVB-C/T Tuner bestückt werden.

Der Kern:
Wie bereits geschrieben steuert der MDE9500 Prozessor mit integriertem MPEG2 Decoder den gesamten Fernseher.

MPEG Verarbeitung:
Der Transportstream der Tuner geht direkt in den MDE Hauptprozessor. An diesem sind die 2 CI Schächte angebunden. Von den CI Verbindungen kann jeweils eine ausgewählt und zum zweiten optionalen MPEG Decoder (MD Modul) geleitet werden.
Das MD Modul besteht im Kern aus einem weiterem MDE Prozessor (MDE9517). Im Schaltbild ist das Modul bereits mit „MPEG2/4 Decoder“ bezeichnet.

Video:
FBAS, S-Video und RGB können vom Ersten und Zweiten Scart Anschluss entgegen genommen werden, der dritte Scart Anschluss kann RGB Signale vom TV ausgeben, recht einmalig in der TV Welt. Alle drei Scart Anschlüsse sind P50 tauglich.
Für die Anbindung der analogen Signale (Scart, Front AV, YUV, VGA) wird recht großer Aufwand betrieben. Hier wird jeweils eine Kreuzschiene (TEA6415) für R, G, B, FBAS und C benutzt. Diese Signale münden dann in einem VSP9435 Videoprozessor, der die analogen Signale aufbereitet und digitalisiert. Neben den direkt in analoger Form vorliegenden Signalen werden auch analogisierte Signale verschaltet. Diese kommen einmal vom HDMI Interface und von den zwei MPEG2 Decodern der MDE Prozessoren. Somit kann so gut wie jedes Signal was im TV verarbeitet wird auch wieder am Scart Anschluss ausgegeben werden (Sofern es der PAL Auflösung entspricht).
Für die digitalen Signale hat man sich auch große Freiheit gelassen. Die Signale vom DVB Tuner, HDMI Eingang oder die digitalisierten analog Signale können wahlweise direkt zum SVP-EX52 LCD Interface, oder zum Micronas FRC9429 Deinterlacer geleitet werden.
Der FRC Videoprozessor sorgt für die mecavision+ Motion Compensation Technik. Allerdings nur bei SD Material.
Als HDMI Receiver kommt ein in der TV Welt recht weit verbreiteter SII9031 Chip zum Einsatz, der HDMI 1.0 fähig ist und zwei Eingänge besitzt. An den beiden Eingängen sind HDMI und DVI Buchse angeschlossen.

Audio:
Im Audio Bereich kommt man im Gegensatz zum Video Bereich mit 2 Kreuzschienen (TEA6420) aus. Dafür hat man aber extra ein CPLD programmiert um die ganzen I²S-Bus (digital Audio) Signale zu verschalten. Für die SPDIF Signale wird ein CS8416 Chip von Cirrus Logic verwendet. Ein Micronas MAP4401 Audio Prozessor sorgt für die weitere Bearbeitung und Verschaltung. Insgesamt werden im Audio Bereich 15 Eingangsignale und 7 Ausgangssignale verarbeitet.
Als Endstufe wird ein Class-D Verstärker (TDA8922) von NXP benutzt, der auf einer separaten Endstufenplatine (NE-Modul) sitzt.

Panel:
Angesteuert wird das Panel per Single LVDS Leitung vom SVP-EX52 Chip von Trident. Dies beschränkt das Chassis auf 50Hz WXGA Panels.

Tuner:
Die Tunermodule sind vom Aufbau her schon vom 605 Röhren Chassis bekannt. Nur das es bei den LCD wohl nur die Multisystem Variante vom DVB-C/T-analog Modul gibt.
Das DVB-S Modul (605DS0913) basiert auf einem Ein-Chip Tuner IC von Fujitsu (MB86A15). Es gibt also keinen gekapselten Tuner + Demodulator wie sonst üblich, sondern nur einen einzelnen Chip mit Abschirmblech. Das DVB-C/T analog Modul (605TH0921) ist dagegen „klassisch“ mit Tuner Baustein und einzelnen Demodulatoren aufgebaut. Der Tuner versorgt dabei den DVB-T Demodulator (TDA10046) von NXP, den DVB-C Demodulator (STV0297) von ST und den analog Teil bestehend aus dem Multistandard Video Demodulator DRX3961 und dem Audio Demodulator MSP4418G. Beide von Micronas.
Die Transportstromausgänge der DVB Empfänger werden parallel geschaltet und gehen dann auf das FS Modul zum MDE Prozessor.

Netzteil:
Wie immer bei Metz spart man auch nicht an Ausgangsspannungen. Es werden wohl so um die 15-20 verschiedene Spannungen generiert. Bis auf wenige Ausnahmen alle mit Stromsparenden Step-Down Reglern.

Bedienung/Anzeige:
Wie von den Metz Röhren Geräten bekannt, werden auch bei den LCD Geräten die hübschen LED Punktmatrixanzeigen verwendet. Zumindest bei den größeren Geräten. Bei den kleineren muss man sich mit einer LED Betriebsanzeige begnügen.

Mysterien:
Auf dem MD Modul ist im Schaltbild ein Stecker mit der Bezeichnung HD7260 eingezeichnet. Dieser Stecker hat ganz zufällig die gleiche Steckerbelegung wie ein Standard 2,5“ IDE Interface. Auch der Pin mit der Bezeichnung "HDD_RST" sollte wohl eindeutig sein.
Metz hat also schon von Anfang an eine Festplatte für die Geräte fest eingeplant. Fraglich ist natürlich warum man die Option nicht angeboten hat. Neben eventuellen technischen Problemen würde ich vermuten das man ein Problem darin gesehen hat das man mit der Lösung kein analoges TV aufzeichnen kann. Bei der Festplatten Option für die Röhren Fernseher war dies noch möglich.
Ebenso hat man mit nur einem Transportstream Eingang nicht die Möglichkeit Timeshift zu machen während ein weiteres Programm aufgezeichnet wird (wie es bei den späteren 606/607 Chassis möglich ist).
Nur im Layout der FS Platine ist ein Stecker mit der Bezeichnung "HD8310" zu sehen. Ist also ähnlich bezeichnet wie die IDE Schnittstelle auf dem MD Modul (HD7260). Ist ebenfalls 44 polig. Mehr ist aber leider nicht zu erkennen, die Signalleitungen gehen wohl in eine Innenlage, die im Schaltbild nicht abgebildet ist.
Auf dem FS Modul befindet sich noch eine Temperaturgeregelte Lüftersteuerung, die aber wohl nicht bestückt ist. Vorgesehener Steckkontakt: FSLU1 (FS Modul zu Luefter)

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Gregori (10. November 2009, 20:13), (10. November 2009, 16:55), Horst2102 (10. November 2009, 11:51), buediman (9. November 2009, 19:37)

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Dienstag, 10. November 2009, 12:11

605 Basic Chassis

Das 605 Basic ist eine abgespeckte Basis-Variante des 605 Chassis. Es wurden also Ausstattungsmerkmale weggelassen um den Preis zu senken. Daher beschränke ich mich auch auf die Punkte die gegenüber dem „großen“ 605 Chassis geändert wurden.

Man kann das 605 Basic noch grob in weitere Kategorien bzw. Serien unterteilen (Chronologisch gelistet):
- MK Serie
- ML Serie
- Clarus
- CTS Serie (2x HDMI)


Die Unterschiede zum 605 im einzelnen:

Video:
Das Basic Chassis hat keinen FRC Videoprozessor drin und somit keine mecavision+ Motion Compensation Technik. Ebenfalls fehlt der VSP Chip. Die Signale gehen ohne Schaltmöglichkeit in der Regel direkt zum SVP Chip (EX52/EX59) und somit auf’s Panel.

Audio:
In den späteren Serien wurde auch beim 605 Basic das NE-Modul eingespart und die die Ton-Endstufe mit auf das EA Modul gepackt.

Anschlüsse:
Das EA Modul hat nur zwei Scart Anschlüsse (RGB Ausgang über Scart nicht möglich), keinen 2. Cinch Audio Eingang, keinen SPDIF Eingang. Dies hat einiges an den Audio- und Video Kreuzschienen eingespart.

Tuner:
Je nach Variante gab es Basic Chassis mit zwei Tuner Schächten (MK Serie), oder nur mit einem Schacht (ML, Clarus).
Im laufe der verschiedenen Basic Chassis, sind auch neuere Tuner Module aufgetaucht. So wurde das DVB-S Ein-Chip Modul durch einen neue Variante (605DS6917) ersetzt. Bei diesem Modul ging man wieder den klassischen weg mit Tuner + Demodulator. Eingesetzt wird der TDA10086 von NXP zusammen mit einem LNB Kontroll- und Versorgungs-Chip von Allegro (A8283).
Auch am DVB-C/T analog Modul gab es kleinere, aber nicht näher erwähnenswerte Änderungen.

CI:
Je nach Variante gab es Basic Chassis mit zwei CI Schächten, mit einem Schacht, oder überhaupt keinem CI Interface (Clarus Serie).

MPEG Verarbeitung:
Es fehlt die Möglichkeit ein MD bzw. MH Modul nachzurüsten.

HDMI:
In der letzten Basic Serie wurde die DVI-Buchse durch eine HDMI + VGA Kombination ersetzt. Somit standen dann am Gerät zwei HDMI Eingänge zur Verfügung.

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puntomane (21. November 2009, 18:12), Gregori (10. November 2009, 20:13), (10. November 2009, 16:55)

MasterBee

Schüler

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Dienstag, 10. November 2009, 18:14

Hallo!

Wäre es nicht sinnvoll diese wichtigen und hilfreichen Informationen unter die wichtigen Themen zu packen, damit es ständig sichtbar bleibt?

Gruß
MasterBee

P.S.: Sorry für meine "SPAM". Sollte natürlich wieder entfernt werden :-)
Metz Caleo 37 Media twin R (Chassis 610H, FW V6.1) - KDG mit D02 im AlphaCrypt Light
Metz Axio pro 26 LED Media Z - 500 GB PVR - CTS Twin-Tuner (Chassis 610M, FW V6.2) - KDG mit D02 im AlphaCrypt Light

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Dienstag, 10. November 2009, 18:35

Hab's mal oben angeheftet. Zumindest für die nächste Zeit bis ich auch das Review für's 609 durch hab :) Dauerhaft macht's glaub ich nicht soooo viel sinn...

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puntomane (21. November 2009, 18:13)

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Donnerstag, 12. November 2009, 13:01

606 Chassis

Der Kern:
Wie bisher steuert der MDE9500 Prozessor den TV.

MPEG Verarbeitung:
Beim 605 Chassis ging der Transportstream (TS) der Tuner in den Hauptprozessor (MDE9500) und von da dann zu den CI Modulen und dem Zusatz MPEG2-Decoder (MD-Modul). Beim 606 ist es jetzt auch zusätzlich möglich den TS von den Tunern direkt zu den CIs und dem Zusatz MPEG Decoder zu leiten. Zudem bekommt der Anschluss für den MPEG Decoder jetzt zwei anstatt nur einen TS. Für die PVR Option ist ja auch vorgesehen, dass man zwei Aufnahmen parallel machen kann. Durch die Erweiterung der Schaltmöglichkeiten des TS ist man jetzt also sehr flexibel. Ein codiertes Programm aufzeichnen und ein anderes codiertes Programm sehen sollte z.B. möglich sein.
Mechanisch ist der Anschluss für den 2. MPEG Decoder auch so verändert worden, das für die USB Buchse Platz geschaffen wurde. Dies sorgt für eine Inkompatibilität zwischen 605 und 606 Chassis im Bezug auf das MH-Modul. Das hat bei 606/7 eine USB Buchse, die mechanisch nicht in das 605 hineinpasst. Daher wurde für die Nachrüstung der 605 Chassis mit MPEG4 eine mechanisch andere Version des MH-Moduls notwendig.

Audio:
Im Grunde wurde nur alles etwas im Aufbau vereinfacht. Beim 605 war für die Audio Verschaltung noch etliches an Zusatz ICs verbaut um die 15 Audio-Quellen zu verschalten. Beim 606 hat man alles auf das bekannte MAP4401 IC konzentriert (bis auf einen einsamen I2S-Bus Multiplexer). Nach außen hin dürfte das alles keinen großen Unterschied machen. Evt. ergeben sich bessere Kombinationsmöglichkeiten, da jetzt alles in einem einzigen IC verschaltet wird. Eine größere Änderung betrifft die Ton-Endstufe. Diese sitzt nicht mehr wie beim Vorgängermodell auf einer separaten Platine, sondern ist zusammen mit der anderen Audio-Verarbeitung auf dem EA-Board untergebracht. Durch den Wegfall der bisherigen Audio-Verschaltung ist ja auch etliches an Platz frei geworden.

Video:
Wie im Audio Bereich wurde auch im Video Bereich etliches im Aufbau vereinfacht. Die haufenweise Video Kreuzschienen und Signalschalter vom 605 sind im 606 nicht mehr vorhanden. Alles konzentriert sich um das neue TAFE IC von Trident. Dieses IC kombiniert ein 2-Fach HDMI Interface (1.3 tauglich) mit etlichen Video A/D Wandlern und Signalschaltern. Darüber hinaus existiert nur noch eine einzige externe Video-Kreuzschiene für die RGB Umschaltung der Scartbuchse 3. Der Deinterlacer ist auch in eine neuere Version getauscht worden (FRC9449H anstatt FRC9429A). Die FRC-H Version hat gegenüber dem alten FRC die Möglichkeit Motion Compensation auch bei HD Material zu machen (mecavisionHD+). Wie schon im Audio Bereich dürften diese ganzen Maßnahmen aber nach außen hin keinen wesentlichen Unterschied machen (abgesehen von mecavisionHD+).

Panel:
Das 606 ist auch speziell für Full-HD notwendig geworden. Daher ist die LVDS Ansteuerung von 1x10Bit auf 2x12 bzw. 2x14Bit erhöht worden (Dual LVDS). Neu hinzugekommen ist eine PWM gesteuerte Helligkeitsregelung vom Deinterlacer (FRC-H). Außerdem ist SVP-EX LCD-Controller durch den neuren SVP-LX ersetzt worden. Wohl auch wegen der Full-HD Panel Unterstützung.

Tuner:
Der DVB-T/C analog Kombituner (605TH6933) bleib weitgehend unverändert. Der Sat-Tuner (605DS6917) ist, wie im 605 Basic Bericht schon geschrieben, im Gegensatz zum Vorgängermodell, wieder einer mit komplett gekapseltem Tunerbaustein.

Bedienung/Anzeige:
Da hat sich so gut wie nichts getan, es ist lediglich ein zweiter Anschluss für die OLED Anzeige/Bedieneinheit dazu gekommen (Andere Spannungen, anderer I2C-Bus).
Das OLED Display (OS288048PQ33) von OSRAM ist ein Vollgrafikanzeige mit einer Auflösung von 288x48 Pixeln und einer Diagonale von 3,3“.
Die anderen eingesetzten Anzeigen sind identisch mit denen des 605 Chassis.

Netzteil:
Keine großen Änderungen, nur noch mehr Ausgangsspannungen.

Mysterien:
Im ersten Bericht zum 606 hatte ich noch spekuliert was es mit den FSEC Steckkontakt auf sich hat. Inzwischen ist klar, dass es sich um den Stecker zum Encoder-Modul handelt, der bei der PVR Nachrüstung analoge Signale MPEG Codiert, damit sie auf der Platte aufgezeichnet werden können.
Signaltechnisch bekommt der FCEC Anschluss digitale Bildsignale von dem TAFE IC (also quasi allen Bildsignalquellen). Zum EA Modul laufen von diesem Anschluss auch noch einige Signale, im Schaltplan des EA Moduls tauchen sie allerdings nicht mehr auf.
Wie schon beim 605 ist auch beim 606 eine Lüftersteuerung vorgesehen, die aber nicht bestückt und auch diesmal nicht im Schaltplan verzeichnet ist (nur im Layout zu sehen).

Fazit:
Das 606 wirkt für den Kunden nach außen hin eigentlich wie ein 605, im inneren haben aber etliche Änderungen stattgefunden. Vor allem in der Video- und Transportstream Verarbeitung hat es etliche Verbesserungen gegeben. Diese kommen aber erst zur Geltung, wenn das MPEG4 und/oder das Festplattenmodul benutzt wird.
Grundlegend neu ist natürlich die Möglichkeit Full-HD Panels einzusetzen.

Im Nachhinein war das 606 aber nur ein sehr kurzer Zwischenschritt. Immerhin wurden lediglich drei verschiedene Gerätetypen mit diesem Chassis gebaut (Milos/Talio 37 HD, Carat 32-70).

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puntomane (21. November 2009, 18:16), Horst2102 (18. November 2009, 12:30)

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Freitag, 20. November 2009, 18:52

607 Chassis

Das 607 ist sehr stark verwandt mit dem 606. Von daher gibt es bei den Kernpunkten keine Unterschiede zwischen beiden Chassis. Zu den Unterschieden:

HDMI:
Auffälligste Änderung beim 607 gegenüber dem 606 sind die zusätzlichen zwei HDMI Ports. Diese werden durch einen einfachen Multiplexer an den TAFE HDMI Eingangsport geschaltet. Die drei Buchsen haben also eine vollkommen identische Signalverarbeitung.
Folgeerscheinung der drei HDMI Buchsen ist das die RS232 Service Buchse jetzt aus Platzmangel nicht mehr direkt auf dem FS Modul aufgelötet ist, sondern über eine Kabelverbindung an die Rückwand geschraubt werden muss.

Audio/Video:
Einige Detailverbesserungen gibt es auf dem AE Board. An den analogen Videoleitungen sind einige zusätzliche Kondensatoren geschaltet. Der I2S Bus vom MH Modul hat noch eine kleine Treiberstufe erhalten. Die Audio-In Buchse am Anschlussfeld ist nicht mehr als Cinch, sondern als Klinke ausgeführt.
In späteren Versionen des 607 wurde die Endstufe TDA8922 gegen die neuere TDA8922B getauscht und wahlweise zum MAP4401 der MAP5401 eingesetzt. Beides hat keine erwähnenswerten Auswirkungen.

Panel:
Ebenfalls in späteren Versionen des 607 wurde das FR-Modul eingeführt. Dies wurde notwendig um 100Hz Full-HD Panels anzusteuern. 100Hz Full-HD Panels benötigen ein 4-Port LVDS Interface. Dazu ist das 607 ohne weiteres aber nicht in der Lage. Daher wurde dem Panel das FR-Modul vorgeschaltet, das von dem 2-Port LVDS Interface auf ein 4-Port Interface „adaptiert“. Dazu wird bei Metz der FRC-M Chip von Micronas (jetzt Trident) benutzt. Dieser Chip ist speziell für solch eine Adaption vorgesehen.
Dieses Konzept entspricht fast exakt dem vorgehen bei Loewe. Auch dort ging man beim L2712 der kompletten Überarbeitung des Signalboards mittels Nachgeschalteten „Adapter“ aus dem weg. Allerdings entschied man sich bei Loewe für den PNX5100 Chip von NXP.
Geräten mit dem FR-Modul fehlt der FRC-H Chip, der sonst auf dem FS-Modul verbaut wäre. Dessen Aufgaben übernimmt der FRC-M Chip.

MPEG Verarbeitung:
Im Bereich des Hauptchassis hat sich da nichts getan, ich möchte hier ausschließlich das MH (MPEG4) und das EC-Modul beschreiben.
Im Kern besteht das MPEG4 Modul aus einem Set-Top-Box Chipsatz von Conexant (Auch eingesetzt im bekannten Humax Receiver PR-HD1000). Der CX24171 ist in seiner Funktion dem MDE9500 nicht ganz unähnlich, besitzt aber die Möglichkeit einen „Slave-Decoder“ anzusteuern. In diesem Fall den CX24181 MPEG4/AVC/H264 Decoder. Großer Nachteil dieser Set-Top-Box Chipsatz Lösung ist das das Signal nicht einfach als digitales Video Signal ausgegeben werden kann, sondern „nur“ als HDMI Signal. Somit muss dem CX24171 Chip noch ein HDMI Receiver Baustein (SII9013) nachgeschaltet werden um das Signal sogleich wieder zurück zu wandeln. Parallel dazu wird das Signal aber auch analog (RGB/S-Video/FBAS) zum FS-Modul ausgegeben.
Erfreulich hingegen ist die direkte Unterstützung des CX24171 von SATA Festplatten ohne weiteren Schaltungsaufwand. Für den USB Anschluss bedarf es hingegen einem kleinem USB-Phy IC (CX20552/USB3318). Die 5V für die USB Buchse wird von einem speziellen USB-Versorgungs-Chip übernommen. Dieser kann bei Überstrom (>500mA) automatisch abschalten.
Über eine einfache MOSFET Schaltung wird die SATA Festplatte mit 5V (abschaltbar) versorgt. Die Abschaltung der 5V Spannung wird dabei vom CX24171 gesteuert. Eine 2,5A Sicherung schützt die 5V Leitung der Festplatte.
Vom MH-Modul (für 606/7 Chassis) gibt es mindestens drei verschiedene Versionen:
1) 607MH0917 (2x512MBit MPEG4 RAM / USB Phy CX20552)
2) 607MH0933 (2x512MBit MPEG4 RAM / USB Phy CX20552 / Ohne USB)
3) 607MH0925 (2x128MBit MPEG4 RAM / USB Phy USB3318)
Das Encoder Modul (607EC0944) wird benötigt um Sachen auf die Festplatte aufzunehmen, die nicht vom DVB-Tuner kommen. Dazu besitzt das Modul zwei SAA6752 MPEG2 Encoder ICs. Ein Encoder bekommt sein Signal von einem VPX3226F AD Wandler, um analoge Signale vom Tuner aufnehmen zu können. Der andere Encoder bekommt sein Signal vom TAFE IC, so das quasi alle analogen und digitalen (SD) Quellen die der TV sonst noch besitzt (z.B. Scart) aufgenommen werden können. Die Ausgänge der Encoder Bausteine führen in zwei CPLD Bausteinen (ispMACH4064) die wahlweise die Transportströme der Tuner, oder der Encoder Bausteine zum MH-Modul leiten können.

Tuner:
Im Laufe der verschiedenen 607 Chassis ist auch das DVB-S2 Modul eingeführt worden.
Die Hauptarbeit auf dem DVB-S2 Modul (607DS0988) übernimmt der Tuner Baustein von ALPS. Dieser hat neben dem eigentlichen HF-Tuner gleich den Demodulator mit drin. Daneben gibt’s nur noch 2-3 weitere ICs für Stromversorgung (LTC1778) und Steuerung (A8282).

Bedienung/Anzeige:
Neu beim 607 sind die Sensortasten. Dieses werden von einem speziellem Touch Sensor IC (QT240) überwacht. Einige Schaltungstechnik-Tricks müssen allerdings angewendet werden um die ursprüngliche Schalt-Funktion der Standard Tasten mit den TTL Ausgängen des ICs nachzuahmen. D.h. es können wahlweise normale- oder eben die Sensortasten eingesetzt werden, ohne dass die Soft- oder Hardware des restlichen TV angepasst werden muss.
Kleinere Änderungen hat es noch beim Thema IR-Empfänger und Lichtsensor gegeben. Beide sind bei neueren Platinen durch andere Typen ersetzt worden. Infrarotempfänger ist jetzt ein PIC95603, der Lichtsensor kein einfacher LDR mehr, sondern das Spezial IC ISL29020 von Intersil das per I2C Bus angesprochen wird.

Mysterien:
Die Änderung der Audio-In Buchse von Cinch auf Klinke wurde anscheinend nur gemacht um Platz zu schaffen für eine mysteriöse Aussparung die darüber liegt. Die Mysteriöse Aussparung führt mich dann direkt zu einem interessanten Detail auf dem MH-Modul. Auf den Pressefotos ist oben rechts ein nicht bestückter Stecker mit der Bezeichnung MHET1 zu sehen. Dieser hat interessanterweise die genaue Belegung eines Netzwerksteckers (Pins 1,2,3,6 belegt). Es gab auch diverse Gerüchte das von Metz was in der Richtung kommen sollte. Ist wohl (vorerst?) gestoppt worden. Schaun mer mal ob die mysteriöse Aussparung jemals was zu tun bekommt :)

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Ruddi (14. April 2012, 10:35), Astuur (17. Februar 2010, 18:24), Friedrich (7. Februar 2010, 10:41), (10. Dezember 2009, 16:18), bfisch (29. November 2009, 19:37), Twisted (29. November 2009, 18:19), Horst2102 (24. November 2009, 11:15), puntomane (21. November 2009, 18:18)

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Dienstag, 1. Dezember 2009, 10:50

608 (BASIC) Chassis:

Vorgeplänkel:
Erstaunlicherweise hat sich gegenüber dem 607 recht wenig am Aufbau geändert. Ich hatte eigentlich vermutet das der MDE Prozessor so langsam durch was anderes ersetzt wird. Immerhin wird er offiziell nicht mehr hergestellt.
Wie man durch die Einführung von CI+ vermuten konnte, hat sich allerdings in dem Bereich was getan. Ebenfalls wurde das MH-Modul sowie das FR-Modul überarbeitet. Ein komplett neues DVB-T/C Tuner Modul rundet das Änderungspaket ab :)

MPEG Verarbeitung:
So wie es aussieht steuert jetzt ein spezieller Interface Chip die CI Module. Genau lässt es sich nicht sagen, da etliche Teile des Schaltplanes nur als Blockschaltbild vorliegen. Meine Vermutung basiert darauf das jetzt der „Guest-Bus“ (Adress-Datenbus) vom MDE Prozessor zu den CI Modulen geleitet wird. Das war beim 607 noch nicht der Fall. Die Transportstromausgänge vom MDE zu den CI Modulen scheinen ebenfalls nicht mehr verwendet zu werden. Ein CPLD Baustein sorgt jetzt für die Verschaltung der Transportströme der Tuner zum MDE Prozessor, CIs und dem MH-Modul. Ebenfalls besitzt der CPLD Baustein noch Funktionen zur Steuerung und Verschaltung des Guest-Bus und greift auch noch in die Helligkeitsregelung des Panels ein.
Ebenfalls bekommt jetzt das MH-Modul den Guest-Bus auf den Steckkontakt gelegt. Durch die Erweitung des MH-Moduls um den Guest-Bus wurde auch die Kontaktanzahl des FSMH1 Steckers erhöht (Jetzt 120 Pins, beim 607 noch 80 Pins). Auf einen weiteren Stecker (FSMH2) wurde die zweite 5V Versorgung „ausgelagert“. Somit sind MH-Module für 608 und 609 vollkommen inkompatibel zu früheren Chassis.
Das neue MH-Modul (609MH0949) basiert wie der Vorgänger auf einem Chip von Conexant. Der CX24500 kombiniert jedoch jetzt MPEG2 mit MPEG4 Decoder in einem Gehäuse. Ebenfalls ist der USB-Phy schon integriert. Geblieben ist der HDMI Ausgang, so das wiederum direkt mit einem HDMI Empfängerbaustein (SII9013) zurückgewandelt werden muss. Nach außen hin ist die größte Änderung wohl das jetzt zwei USB Ports benutzt werden. Am ersten Port hängt wie üblich die von außen zugänglich Buchse neben den CI-Slots. Der 2. Port wird für den internen USB-Stick benutzt (Z-Modelle). Dafür wird kurioserweise eine Doppelbuchse verwendet, von der die 2. USB-Buchse unbeschaltet ist. Die Verwendung der unnötigen Doppelbuchse wird wohl mechanische Gründe haben.
Natürlich wieder mit dabei ist der SATA Festplattenanschluss mit abschaltbarer Spannungsversorgung. An den CX24500 Chip könnte man theoretisch sogar zwei SATA Festplatten anschließen. Was im Falle des Metz MH-Moduls natürlich nicht gemacht wird ;)

Video:
Der vorliegende Schaltplan vom 608 Basic hat nur zwei Scart Anschlüsse (wie bei 605 Basic), und dementsprechend kein RGB Ausgang. Ansonsten ist das EA-Modul vollkommen identisch zur 607er Generation.
Anstatt 3-fach HDMI, hat das 608 Basic eine HDMI Buchse weniger. Schaltungstechnisch hängen die HDMI Buchsen wie beim 607 per Multiplexer am TAFE Baustein.
Auf dem FS-Modul werkelt immer noch ein Trident SVP-LX für die Panel Ansteuerung. Auch hier also keine weiteren Änderungen und oder Überraschungen.
Das FR-Modul (für Full-HD 100Hz notwendig) wurde jedoch aktualisiert. Hier hat Metz vom FRC-M zum PNX5120 gewechselt. Speziell an diesem Chip ist der Halo-Reduction Mode, der (wie der Name schon sagt) den „Halo-Effekt“ durch aufwändige Berechnungen minimiert.

Audio:
Identisch zum 607.

Tuner:
Eine größere Änderung betrifft das DVB-C/T analog Tuner Modul (609TH0934). Hier wird jetzt ein neues IC eingesetzt, das DVB-C und DVB-T Demodulator kombiniert. Das SI2165 von Silicon Labs ist sogar in der Lage DVB-H zu empfangen. Ob das in der TV Software „freigeschaltet“ ist, ist jedoch fraglich. Aber es gibt wohl zur Zeit auch sowieso keine DVB-H Ausstrahlungen in Deutschland mehr.
Der analog Teil basiert immer noch auf der DRX3961/MSP4418 Plattform wie bei den Vorgängern.

Bedienung/Anzeige:
Identisch zum 607.

Mysterien:
Wie schon beim alten MH-Modul, so ist auch beim neuen MH-Modul eine Netzwerkbuchse im Layout der Platine vorgesehen. Grundsätzlich scheint der CX24500 Chip besser für eine Netzwerkintegration tauglich zu sein, da er zwei Standard MII Interfaces zur Verbindung an Netzwerk ICs besitzt.

Es haben sich bereits 6 registrierte Benutzer bedankt.

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Vincent (9. Februar 2012, 16:32), grubi201 (24. Januar 2012, 11:50), lubike (23. Dezember 2010, 17:41), freez3 (18. April 2010, 23:49), Horst2102 (8. Dezember 2009, 10:07), bfisch (2. Dezember 2009, 08:25)

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